Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin

Abkürzung
FIAusbV
Aktualisiert am 3. Januar 2026

Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes

Der Ausbildungsberuf des Fachinformatikers und der Fachinformatikerin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.

Dauer der Berufsausbildung

Die Berufsausbildung dauert drei Jahre.

Gegenstand der Berufsausbildung und Ausbildungsrahmenplan

(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Von der Organisation der Berufsausbildung, wie sie im Ausbildungsrahmenplan vorgegeben ist, darf abgewichen werden, wenn und soweit betriebspraktische Besonderheiten oder Gründe, die in der Person des oder der Auszubildenden liegen, die Abweichung erfordern.
(2) Die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit nach § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes erlangen. Die berufliche Handlungsfähigkeit schließt insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren ein.

Struktur der Berufsausbildung, Ausbildungsberufsbild

(1) Die Berufsausbildung gliedert sich in:
  • 1.
    • fachrichtungsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
  • 2.
    • berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung
      • a)
        • Anwendungsentwicklung,
      • b)
        • Systemintegration,
      • c)
        • Daten- und Prozessanalyse und
      • d)
        • Digitale Vernetzung sowie
  • 3.
    • fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
(2) Die Berufsbildpositionen der fachrichtungsübergreifenden berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
  • 1.
    • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen,
  • 2.
    • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen,
  • 3.
    • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen,
  • 4.
    • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen,
  • 5.
    • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen,
  • 6.
    • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz,
  • 7.
    • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss,
  • 8.
    • Betreiben von IT-Systemen,
  • 9.
    • Inbetriebnehmen von Speicherlösungen und
  • 10.
    • Programmieren von Softwarelösungen.
(3) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung sind:
  • 1.
    • Konzipieren und Umsetzen von kundenspezifischen Softwareanwendungen und
  • 2.
    • Sicherstellen der Qualität von Softwareanwendungen.
(4) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemintegration sind:
  • 1.
    • Konzipieren und Realisieren von IT-Systemen,
  • 2.
    • Installieren und Konfigurieren von Netzwerken und
  • 3.
    • Administrieren von IT-Systemen.
(5) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse sind:
  • 1.
    • Analysieren von Arbeits- und Geschäftsprozessen,
  • 2.
    • Analysieren von Datenquellen und Bereitstellen von Daten,
  • 3.
    • Nutzen der Daten zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie zur Optimierung digitaler Geschäftsmodelle und
  • 4.
    • Umsetzen des Datenschutzes und der Schutzziele der Datensicherheit.
(6) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Digitale Vernetzung sind:
  • 1.
    • Analysieren und Planen von Systemen zur Vernetzung von Prozessen und Produkten,
  • 2.
    • Errichten, Ändern und Prüfen von vernetzten Systemen und
  • 3.
    • Betreiben von vernetzten Systemen und Sicherstellen der Systemverfügbarkeit.
(7) Die Berufsbildpositionen der integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
  • 1.
    • Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht,
  • 2.
    • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  • 3.
    • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  • 4.
    • Umweltschutz und
  • 5.
    • vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien.
(8) Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der in Absatz 2 Nummer 1 bis 7 genannten Berufsbildpositionen sind im Bereich der IT-Berufe berufsübergreifend und werden in gleicher Weise auch in den folgenden Berufsausbildungen vermittelt:
  • 1.
    • in der Berufsausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement nach der Digitalisierungsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020 (BGBl. I S. 290),
  • 2.
    • in der Berufsausbildung zum IT-System-Elektroniker und zur IT-System-Elektronikerin nach der IT-System-Elektroniker-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020 (BGBl. I S. 268) und
  • 3.
    • in der Berufsausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management und zur Kauffrau für IT-System-Management nach der IT-System-Management-Kaufleute-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020 (BGBl. I S. 280).

Einsatzgebiet

(1) In der Fachrichtung Anwendungsentwicklung sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 3 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
  • 1.
    • kaufmännische Systeme,
  • 2.
    • technische Systeme,
  • 3.
    • Expertensysteme,
  • 4.
    • mathematisch-wissenschaftliche Systeme und
  • 5.
    • Multimedia-Systeme.
(2) In der Fachrichtung Systemintegration sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 4 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
  • 1.
    • Rechenzentren,
  • 2.
    • Netzwerke,
  • 3.
    • Client-Server-Architekturen,
  • 4.
    • Festnetze und
  • 5.
    • Funknetze.
(3) In der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 5 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
  • 1.
    • Prozessoptimierung,
  • 2.
    • Prozessmodellierung,
  • 3.
    • Qualitätssicherung,
  • 4.
    • Medienanalyse und
  • 5.
    • Suchdienste.
(4) In der Fachrichtung Digitale Vernetzung sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 6 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
  • 1.
    • produktionstechnische Systeme,
  • 2.
    • prozesstechnische Systeme,
  • 3.
    • autonome Assistenz- und Transportsysteme und
  • 4.
    • Logistiksysteme.
(5) Der Ausbildungsbetrieb legt fest, in welchem Einsatzgebiet die Vermittlung erfolgt. Der Ausbildungsbetrieb darf mit Zustimmung der zuständigen Stelle jedoch auch ein anderes Einsatzgebiet festlegen, wenn in diesem Einsatzgebiet die gleichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden.

Ausbildungsplan

Die Ausbildenden haben spätestens zu Beginn der Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans für jeden Auszubildenden und für jede Auszubildende einen Ausbildungsplan zu erstellen.

Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt

(1) Die Abschlussprüfung besteht aus den Teilen 1 und 2.
(2) Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ende der Berufsausbildung. Den jeweiligen Zeitpunkt legt die zuständige Stelle fest.

Inhalt von Teil 1

Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf
  • 1.
    • die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten
  • 2.
    • den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.

Prüfungsbereich von Teil 1

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung findet im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes statt.
(2) Im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • Kundenbedarfe zielgruppengerecht zu ermitteln,
  • 2.
    • Hard- und Software auszuwählen und ihre Beschaffung einzuleiten,
  • 3.
    • einen IT-Arbeitsplatz zu konfigurieren und zu testen und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einzuhalten,
  • 4.
    • Kunden und Kundinnen in die Nutzung des Arbeitsplatzes einzuweisen und
  • 5.
    • die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu protokollieren.
(3) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(4) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Inhalt von Teil 2

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung auf
  • 1.
    • die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
  • 2.
    • den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
(2) In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.

Prüfungsbereiche von Teil 2

Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
  • 1.
    • Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes,
  • 2.
    • Planen eines Softwareproduktes,
  • 3.
    • Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen sowie
  • 4.
    • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes

(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
(2) Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • kundenspezifische Anforderungen zu analysieren,
  • 2.
    • eine Projektplanung durchzuführen,
  • 3.
    • eine wirtschaftliche Betrachtung des Projektes vorzunehmen,
  • 4.
    • eine Softwareanwendung zu erstellen oder anzupassen,
  • 5.
    • die erstellte oder angepasste Softwareanwendung zu testen und ihre Einführung vorzubereiten und
  • 6.
    • die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren.
(3) Im zweiten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • die Arbeitsergebnisse adressatengerecht zu präsentieren und
  • 2.
    • seine Vorgehensweise bei der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:
  • 1.
    • die Bewertung für den ersten Teil mit 50 Prozent und
  • 2.
    • die Bewertung für den zweiten Teil mit 50 Prozent.

Prüfungsbereich Planen eines Softwareproduktes

(1) Im Prüfungsbereich Planen eines Softwareproduktes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • Entwicklungsumgebungen und -bibliotheken auszuwählen und einzusetzen,
  • 2.
    • Programmspezifikationen anwendungsgerecht festzulegen,
  • 3.
    • Bedienoberflächen funktionsgerecht und ergonomisch zu konzipieren sowie
  • 4.
    • Maßnahmen zur Qualitätskontrolle zu planen und durchzuführen.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen

(1) Im Prüfungsbereich Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • einen Programmcode zu interpretieren und eine Lösung in einer Programmiersprache zu erstellen,
  • 2.
    • Algorithmen in eine Programmierlogik zu übertragen und grafisch darzustellen,
  • 3.
    • Testszenarien auszuwählen und Testdaten zu generieren sowie
  • 4.
    • Abfragen zur Gewinnung und Manipulation von Daten zu erstellen.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

(1) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.
(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung

(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung wie folgt zu gewichten:
  • Einrichten eines IT-gestützten
    Arbeitsplatzes mit
    20 Prozent,
  • Planen und Umsetzen eines
    Softwareprojektes mit
    50 Prozent,
  • Planen eines Softwareproduktes mit10 Prozent,
  • Entwicklung und Umsetzung
    von Algorithmen mit
    10 Prozent sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
  • 1.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Einrichten eines IT-gestützten][Element:
      ][Text: Arbeitsplatzes mit][Element: ][Text: 20 Prozent,]
      • Einrichten eines IT-gestützten
        Arbeitsplatzes mit
        20 Prozent,
  • 2.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Planen und Umsetzen eines][Element:
      ][Text: Softwareprojektes mit][Element: ][Text: 50 Prozent,]
      • Planen und Umsetzen eines
        Softwareprojektes mit
        50 Prozent,
  • 3.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Planen eines Softwareproduktes mit][Element: ][Text: 10 Prozent,]
      • Planen eines Softwareproduktes mit10 Prozent,
  • 4.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Entwicklung und Umsetzung][Element:
      ][Text: von Algorithmen mit][Element: ][Text: 10 Prozent sowie]
      • Entwicklung und Umsetzung
        von Algorithmen mit
        10 Prozent sowie
  • 5.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Wirtschafts- und Sozialkunde mit][Element: ][Text: 10 Prozent.]
      • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen – auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 17 – wie folgt bewertet worden sind:
  • 1.
    • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 2.
    • im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 3.
    • in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  • 4.
    • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.

Mündliche Ergänzungsprüfung

(1) Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben,
  • 1.
    • wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist:
      • a)
        • Planen eines Softwareproduktes,
      • b)
        • Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen oder
      • c)
        • Wirtschafts- und Sozialkunde,
  • 2.
    • wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist und
  • 3.
    • wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann.
(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

Inhalt von Teil 2

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Systemintegration auf
  • 1.
    • die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
  • 2.
    • den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
(2) In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.

Prüfungsbereiche von Teil 2

Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Systemintegration in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
  • 1.
    • Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration,
  • 2.
    • Konzeption und Administration von IT-Systemen,
  • 3.
    • Analyse und Entwicklung von Netzwerken sowie
  • 4.
    • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration

(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
(2) Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • auftragsbezogene Anforderungen zu analysieren,
  • 2.
    • Lösungsalternativen unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und qualitativer Aspekte vorzuschlagen,
  • 3.
    • Systemänderungen und -erweiterungen durchzuführen und zu übergeben,
  • 4.
    • IT-Systeme einzuführen und zu pflegen,
  • 5.
    • Schwachstellen von IT-Systemen zu analysieren und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen sowie
  • 6.
    • Projekte der Systemintegration anforderungsgerecht zu dokumentieren.
(3) Im zweiten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • die Arbeitsergebnisse adressatengerecht zu präsentieren und
  • 2.
    • seine Vorgehensweise bei der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:
  • 1.
    • die Bewertung für den ersten Teil mit 50 Prozent und
  • 2.
    • die Bewertung für den zweiten Teil mit 50 Prozent.

Prüfungsbereich Konzeption und Administration von IT-Systemen

(1) Im Prüfungsbereich Konzeption und Administration von IT-Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • IT-Systeme für unterschiedliche Anforderungen zu planen und zu konfigurieren,
  • 2.
    • IT-Systeme zu administrieren und zu betreiben,
  • 3.
    • Speicherlösungen zu integrieren und zu verwalten und
  • 4.
    • Programme zur automatisierten Systemverwaltung zu erstellen.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Analyse und Entwicklung von Netzwerken

(1) Im Prüfungsbereich Analyse und Entwicklung von Netzwerken hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • Netzwerkprotokolle anwendungsbezogen auszuwählen und einzusetzen,
  • 2.
    • Netzwerkkomponenten bedarfsgerecht auszuwählen und zu konfigurieren,
  • 3.
    • die IT-Sicherheit in Netzwerken sicherzustellen und
  • 4.
    • den Betrieb und die Verfügbarkeit von Netzwerken zu überwachen und zu gewährleisten.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

(1) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.
(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung

(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Systemintegration wie folgt zu gewichten:
  • Einrichten eines IT-gestützten
    Arbeitsplatzes mit
    20 Prozent,
  • Planen und Umsetzen eines Projektes
    der Systemintegration mit
    50 Prozent,
  • Konzeption und Administration
    von IT-Systemen mit
    10 Prozent,
  • Analyse und Entwicklung
    von Netzwerken mit
    10 Prozent sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
  • 1.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Einrichten eines IT-gestützten][Element:
      ][Text: Arbeitsplatzes mit][Element: ][Text: 20 Prozent,]
      • Einrichten eines IT-gestützten
        Arbeitsplatzes mit
        20 Prozent,
  • 2.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Planen und Umsetzen eines Projektes][Element:
      ][Text: der Systemintegration mit][Element: ][Text: 50 Prozent,]
      • Planen und Umsetzen eines Projektes
        der Systemintegration mit
        50 Prozent,
  • 3.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Konzeption und Administration][Element:
      ][Text: von IT-Systemen mit][Element: ][Text: 10 Prozent,]
      • Konzeption und Administration
        von IT-Systemen mit
        10 Prozent,
  • 4.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Analyse und Entwicklung][Element:
      ][Text: von Netzwerken mit][Element: ][Text: 10 Prozent sowie]
      • Analyse und Entwicklung
        von Netzwerken mit
        10 Prozent sowie
  • 5.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Wirtschafts- und Sozialkunde mit][Element: ][Text: 10 Prozent.]
      • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen – auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 25 – wie folgt bewertet worden sind:
  • 1.
    • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 2.
    • im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 3.
    • in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  • 4.
    • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.

Mündliche Ergänzungsprüfung

(1) Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben,
  • 1.
    • wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist:
      • a)
        • Konzeption und Administration von IT-Systemen,
      • b)
        • Analyse und Entwicklung von Netzwerken oder
      • c)
        • Wirtschafts- und Sozialkunde,
  • 2.
    • wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist und
  • 3.
    • wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann.
(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

Inhalt von Teil 2

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse auf
  • 1.
    • die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
  • 2.
    • den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
(2) In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.

Prüfungsbereiche von Teil 2

Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
  • 1.
    • Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse,
  • 2.
    • Durchführen einer Prozessanalyse,
  • 3.
    • Sicherstellen der Datenqualität sowie
  • 4.
    • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfungsbereich Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse

(1) Im Prüfungsbereich Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
(2) Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • kundenspezifische Anforderungen zu analysieren,
  • 2.
    • die Projektumsetzung zu planen und dabei die zugehörigen betrieblichen Prozesse zu berücksichtigen und die bestehenden Regeln einzuhalten,
  • 3.
    • Daten zu identifizieren, zu klassifizieren, zu modellieren, unter Nutzung mathematischer Vorhersagemodelle und statistischer Verfahren zu analysieren und die Datenqualität sicherzustellen,
  • 4.
    • die Analyseergebnisse aufzubereiten und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen sowie
  • 5.
    • Projekte der Datenanalyse anforderungsgerecht zu dokumentieren.
(3) Im zweiten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • die Arbeitsergebnisse adressatengerecht zu präsentieren und
  • 2.
    • seine Vorgehensweisen bei der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:
  • 1.
    • die Bewertung für den ersten Teil mit 50 Prozent und
  • 2.
    • die Bewertung für den zweiten Teil mit 50 Prozent.

Prüfungsbereich Durchführen einer Prozessanalyse

(1) Im Prüfungsbereich Durchführen einer Prozessanalyse hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • einen Prozess darzustellen und Anforderungen im Prozess abzubilden,
  • 2.
    • Analysewerkzeuge auszuwählen und anzuwenden,
  • 3.
    • Maßnahmen zur Prozessoptimierung vorzuschlagen und deren rechtliche Auswirkungen, insbesondere auf die betrieblichen Abläufe, einzuschätzen und
  • 4.
    • Maßnahmen zur Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitskontrolle zu planen und durchzuführen.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Sicherstellen der Datenqualität

(1) Im Prüfungsbereich Sicherstellen der Datenqualität hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • Daten zu identifizieren, zu klassifizieren und bereitzustellen,
  • 2.
    • die Datenqualität zu prüfen und sicherzustellen,
  • 3.
    • den Zugriff auf Daten und deren Verfügbarkeit zu gewährleisten sowie
  • 4.
    • anwendungsbezogen sicherzustellen, dass die Bestimmungen des Datenschutzes und zur Datensicherheit eingehalten werden.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

(1) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.
(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung

(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse wie folgt zu gewichten:
  • Einrichten eines IT-gestützten
    Arbeitsplatzes mit
    20 Prozent,
  • Planen und Durchführen eines
    Projektes der Datenanalyse mit
    50 Prozent,
  • Durchführen einer Prozessanalyse
    mit
    10 Prozent,
  • Sicherstellen der Datenqualität mit10 Prozent sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
  • 1.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Einrichten eines IT-gestützten][Element:
      ][Text: Arbeitsplatzes mit][Element: ][Text: 20 Prozent,]
      • Einrichten eines IT-gestützten
        Arbeitsplatzes mit
        20 Prozent,
  • 2.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Planen und Durchführen eines][Element:
      ][Text: Projektes der Datenanalyse mit][Element: ][Text: 50 Prozent,]
      • Planen und Durchführen eines
        Projektes der Datenanalyse mit
        50 Prozent,
  • 3.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Durchführen einer Prozessanalyse][Element:
      ][Text: mit][Element: ][Text: 10 Prozent,]
      • Durchführen einer Prozessanalyse
        mit
        10 Prozent,
  • 4.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Sicherstellen der Datenqualität mit][Element: ][Text: 10 Prozent sowie]
      • Sicherstellen der Datenqualität mit10 Prozent sowie
  • 5.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Wirtschafts- und Sozialkunde mit][Element: ][Text: 10 Prozent.]
      • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen – auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 33 – wie folgt bewertet worden sind:
  • 1.
    • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 2.
    • im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 3.
    • in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  • 4.
    • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.

Mündliche Ergänzungsprüfung

(1) Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben,
  • 1.
    • wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist:
      • a)
        • Durchführen einer Prozessanalyse,
      • b)
        • Sicherstellen der Datenqualität oder
      • c)
        • Wirtschafts- und Sozialkunde,
  • 2.
    • wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist und
  • 3.
    • wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann.
(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

Inhalt von Teil 2

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Digitale Vernetzung auf
  • 1.
    • die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
  • 2.
    • den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
(2) In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.

Prüfungsbereiche von Teil 2

Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Digitale Vernetzung in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
  • 1.
    • Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung,
  • 2.
    • Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen,
  • 3.
    • Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen sowie
  • 4.
    • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung

(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
(2) Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • hardware- und softwarebasierte Schnittstellen und Komponenten in bestehende Infrastrukturen einzubinden und dabei die Anforderungen an die Informationssicherheit zu erfüllen,
  • 2.
    • eine vorhandene Systemarchitektur über mehrere Prozessebenen und über deren Prozessabläufe zu bewerten, zu dokumentieren und zu visualisieren,
  • 3.
    • Schnittstellen unterschiedlicher Prozesse und Systeme zu implementieren, zu konfigurieren und in Betrieb zu nehmen,
  • 4.
    • Gesamtzusammenhänge in heterogenen IT-Landschaften zu bewerten und zu beschreiben sowie
  • 5.
    • Übertragungssysteme anforderungsgerecht auszuwählen, zu konfigurieren und in die Gesamtinfrastruktur zu integrieren.
(3) Im zweiten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • die Arbeitsergebnisse adressatengerecht zu präsentieren und
  • 2.
    • seine Vorgehensweisen bei der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit zu begründen.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:
  • 1.
    • die Bewertung für den ersten Teil mit 50 Prozent und
  • 2.
    • die Bewertung für den zweiten Teil mit 50 Prozent.

Prüfungsbereich Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen

(1) Im Prüfungsbereich Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • Soft- und Hardware zur Sicherstellung des Betriebes der Gesamtinfrastruktur und zur Störungsbeseitigung einzusetzen und Testergebnisse auszuwerten,
  • 2.
    • Störungen in der Gesamtinfrastruktur zu lokalisieren und einzugrenzen sowie Lösungsmaßnahmen einzuleiten und umzusetzen,
  • 3.
    • Diagnose- und Prozessdaten auszuwerten, zu analysieren und Maßnahmen abzuleiten und
  • 4.
    • kunden- und anwendungsspezifische IT-Sicherheitsmaßnahmen im Gesamtsystem zu konfigurieren und zu implementieren, Schwachstellen zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen

(1) Im Prüfungsbereich Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
  • 1.
    • technische Lösungskonzepte zur Einbindung von heterogenen Systemen sowie Protokollen in das Gesamtsystem zu bewerten und umzusetzen,
  • 2.
    • die Kommunikation der unterschiedlichen Prozesse und Ebenen der Informationsverarbeitung zu prüfen und zu dokumentieren sowie deren Betrieb sicherzustellen,
  • 3.
    • Systemressourcen zu überwachen, deren Kennzahlen zu bewerten und Maßnahmen zur Sicherstellung des Betriebes der vernetzten Systeme zu ergreifen und
  • 4.
    • anwendungsspezifische Netzwerkinfrastrukturen und Protokolle zu beurteilen, anzupassen sowie zu erweitern.
(2) Die Prüfungsaufgaben sollen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

(1) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.
(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
(3) Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung

(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Digitale Vernetzung wie folgt zu gewichten:
  • Einrichten eines IT-gestützten
    Arbeitsplatzes mit
    20 Prozent,
  • Planen und Umsetzen eines Projektes
    der digitalen Vernetzung mit
    50 Prozent,
  • Diagnose und Störungsbeseitigung
    in vernetzten Systemen mit
    10 Prozent,
  • Betrieb und Erweiterung
    von vernetzten Systemen mit
    10 Prozent sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
  • 1.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Einrichten eines IT-gestützten][Element:
      ][Text: Arbeitsplatzes mit][Element: ][Text: 20 Prozent,]
      • Einrichten eines IT-gestützten
        Arbeitsplatzes mit
        20 Prozent,
  • 2.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Planen und Umsetzen eines Projektes][Element:
      ][Text: der digitalen Vernetzung mit][Element: ][Text: 50 Prozent,]
      • Planen und Umsetzen eines Projektes
        der digitalen Vernetzung mit
        50 Prozent,
  • 3.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Diagnose und Störungsbeseitigung][Element:
      ][Text: in vernetzten Systemen mit][Element: ][Text: 10 Prozent,]
      • Diagnose und Störungsbeseitigung
        in vernetzten Systemen mit
        10 Prozent,
  • 4.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Betrieb und Erweiterung][Element:
      ][Text: von vernetzten Systemen mit][Element: ][Text: 10 Prozent sowie]
      • Betrieb und Erweiterung
        von vernetzten Systemen mit
        10 Prozent sowie
  • 5.
    • SPLIT UMBAU : [Text: Wirtschafts- und Sozialkunde mit][Element: ][Text: 10 Prozent.]
      • Wirtschafts- und Sozialkunde mit10 Prozent.
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen – auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 41 – wie folgt bewertet worden sind:
  • 1.
    • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 2.
    • im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
  • 3.
    • in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
  • 4.
    • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“.

Mündliche Ergänzungsprüfung

(1) Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben,
  • 1.
    • wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist:
      • a)
        • Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen,
      • b)
        • Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen oder
      • c)
        • Wirtschafts- und Sozialkunde,
  • 2.
    • wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist und
  • 3.
    • wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann.
(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse

Berufsausbildungsverhältnisse zum Fachinformatiker/zur Fachinformatikerin, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits bestehen, können nach den Vorschriften dieser Verordnung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungszeit fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und der oder die Auszubildende noch nicht die Zwischenprüfung absolviert hat.

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. August 2020 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik vom 10. Juli 1997 (BGBl. I S. 1741), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. Mai 2018 (BGBl. I S. 654) geändert worden ist, außer Kraft.